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Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln - worauf es zu achten gilt

Kraftreiniger, Allzweckreiniger, Waschmittel: Macht uns das Putzen krank? Neue Studien-Erkenntnisse legen die Vermutung nahe, dass sich die in Putzmitteln versprochene "blütenfrische Sauberkeit" negativ auf unsere Gesundheit auswirkt.

"Regelmäßiges Putzen ist genauso schädlich wie Rauchen" titelt der Stern in seiner Online-Ausgabe vom 28.02.2018.

Das Magazin nimmt Bezug auf eine Studie an der Universität der norwegischen Stadt Bergen, welche in einem amerikanischen wissenschaftlichen Journal veröffentlicht wurde. Die Untersuchung mit circa 6.200 Probanden führte die Forscher zu dem Schluss, dass chemische Reinigungsmittel die Lungenfunktion langfristig in einem Umfang reduzieren, wie es bei Kettenrauchern mit 20 Zigaretten pro Tag der Fall sei.

Das Risiko an Asthma zu erkranken lag bei den "Putzfrauen und -männern" um 40 Prozent höher als bei der Vergleichsgruppe. Sprays stellen unter den Reinigungsmitteln das Hauptproblem dar. "Die kleinen Partikel bleiben noch Stunden nach dem Reinigen in der Luft und können Infektionen verursachen und lassen die Lungen schneller altern", so Professor Cecilie Svanes.

Was sind die Inhaltsstoffe der Reinigungsmittel und warum können diese schädlich sein?

In Putzmitteln sind unterschiedliche Komponenten in spezifischen Kombinationen enthalten. Solche Inhaltsstoffe für Reinigungsmittel sind:

  • Tenside lösen fettige Verschmutzungen. Sie werden auf Erdölbasis, aus Pflanzenölen oder als Biotenside hergestellt. Die gesundheitliche Gefährdung durch petrochemische Tenside erfolgt indirekt. Der Eintrag selbiger ins Grundwasser und die schlechte biologische Abbaubarkeit führen zu ökologischen Problemen, die letztendlich wieder auf den menschlichen Organismus zurückfallen. Tenside auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind eine Alternative.
  • Scheuermittel lösen festen Schmutz durch physikalischen Abrieb. Sie kommen mit geringem Chemikalienaufwand aus und sind daher sehr empfehlenswert, um "gesund zu putzen".
  • Säuren und Basen: Säuren wie Essig- oder Zitronensäure entfernen Kalk, indem sie diesen in seine Bestandteile zersetzen. Alkalien sind in der Lage, Öle und Fette zu entfernen. Säuren und Laugen können bei Hautkontakt oder beim Einatmen Verätzungen hervorrufen. Eine starke gesundheitliche Gefährdung geht von salpetersäurehaltigen Reinigern aus. In Innenräumen können sich bei der Verwendung bedenklicher Konzentrationen von Salpetersäure und Nitrosen Gase bilden. Unter bestimmten Bedingungen sind diese Substanzen stark gesundheitsschädlich. Als natürliche Reinigungsmittel auf Säure- bzw. Laugenbasis können Essig, Zitronensaft und Seifenlauge bezeichnet werden.
  • Bleichmittel sind meistens Chlor- oder Sauerstoffverbindungen, die Verschmutzungen entfärben und gleichzeitig auch zur Desinfektion dienen. Enzyme, wie wir sie von der Verdauung kennen, zersetzen Stärke, Fette und Eiweiße.
  • Polymere sind vorwiegend in Teppich- und/oder Polstersprays enthalten. Sie bilden ein Pulver, an welches die Schmutzpartikel gebunden sind und lassen sich absaugen. Die Duft- und Hilfsstoffe dienen mehr der subjektiven Wahrnehmung als der objektiven Reinlichkeit.

Was die Oma noch wusste: Natürliche Reinigungsmittel zum Polstermöbel reinigen und Küche putzen

Mit einer ganzen Reihe von althergebrachten Hausmitteln ist es möglich, "gesund" zu putzen. Salz ist ein bewährtes Mittel gegen die berüchtigten Rotweinflecken: aufstreuen, einwirken lassen, absaugen und mit etwas Wasser nachwischen. Auch zum Scheuern ist Salz gut geeignet, je grobkörniger, desto besser. So einfach und natürlich können Sie Ihre Polstermöbel reinigen.

Backpulver taugt nicht nur zur Herstellung von luftigem Gebäck. Man kann damit auch umweltfreundlich die Küche putzen. Auf einem feuchten Schwamm wirkt das Pulver kraftvoll gegen fettfilmüberzogene Küchenschränke.

Olivenöl plus Natron verleiht Metallgegenständen neuen Glanz. Olivenöl in einer Mischung mit Zitronensaft ist eine ökologische Alternative, um Holzmöbel zu reinigen und zu desinfizieren. Olivenöl kombiniert mit Essig verleiht nicht nur dem Salat einen guten Geschmack sondern bringt auch Ledermöbel wieder auf Hochglanz. Ätherische Öle sorgen dabei für frischen Duft.

Wenn Sie ökologisch verantwortlich und "richtig" putzen möchten, greifen Sie öfters zu diesen einfachen Mitteln. Beim Einkauf fertiger Reinigungsprodukte sollten Sie auf die Inhaltsstoffe der Reinigungsmittel achten. Ein Blick aufs Kleingedruckte gibt Auskunft darüber, ob z.B. pflanzliche Tenside verwendet werden, die Substanzen biologisch abbaubar oder besondere Warnhinweise vorhanden sind.

Tipp: Je kürzer der "Beipackzettel" desto weniger potenziell schädliche Inhaltsstoffe sind im Reinigungsmittel enthalten.

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