Pflegetipp Holzoberflächen

Pflegetipp Furnier

Von furnierten Oberflächen spricht man, wenn auf eine Trägerplatte (aus Holzwerkstoffen) eine dünne Holzschicht (Furnier) aufgebracht wird. Für den Verbraucher hat dies den Vorteil, dass sich die positiven Eigenschaften einer robusten Trägerplatte mit natürlichem Holzcharakter durch das Furnier verbinden. Dieser Holzcharakter beinhaltet auch typische Holzeigenschaften wie verwachsene Äste, Wasseradern oder Trockenrisse. Ferner verändert sich bei Lichteinwirkung die Holzfarbe.

Reinigung furnierter Oberflächen

Da furnierte Oberflächen mit einer schützenden Lackschicht versehen sind, sind sie weitgehend unempfindlich gegen Verschmutzungen. Zur Reinigung genügt es oftmals schon, die Oberflächen mit einem feuchtwarmen Ledertuch abzuwischen. Die Oberfläche darf nicht zu nass werden. Reinigungsmittel werden nicht benötigt. Bei hartnäckiger Verschmutzung kann dem Wasser etwas Spiritus zugegeben werden. Anschließend sollten die Oberflächen mit einem weichen Tuch getrocknet werden. Es sollte stets in Holzfaserrichtung gewischt werden. Damit werden eventuelle Verschmutzungen aus den Poren herausgewischt.


Unser Flamme-Hinweis

  • Kunststoffbeschichtete Oberflächen sind nicht beständig gegen organische Lösemittel wie Verdünnungen, Nagellackentferner oder unverdünnten Spiritus.
  • Alle Nitro- oder Kunstharzverdünnungen sowie Reiniger auf Nitrobasis sind zur Reinigung von samtmatten Oberflächen nicht geeignet.
  • Es dürfen keine Möbelpolitur und keine salmiakhaltigen Reiniger, Reinigungsmittel auf Nitrobasis sowie Nitro- oder Kunstharzverdünnungen verwendet werden, denn sie schaden den Lack- und Holzoberflächen. Dies gilt für alle lackierten Oberflächen.

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Pflegetipp Massivholz

 
Massivholz erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Möbeln. Da kein Baum wächst wie der andere, ist jedes Möbelstück, jede Kommode aus Holz ein individuelles Einzelstück mit einzigartiger Struktur, Farbe und Zeichnung des Naturmaterials.Ein massives Möbel strahlt Wärme aus, es „lebt“. Aber man sollte bedenken, dass es auch „arbeitet“. Das bedeutet: Im Lauf der Zeit kann sich die Farbe verändern (das wird durch Sonneneinstrahlung noch verstärkt). Es können feine Haarrisse auf der Oberfläche oder zwischen zusammengesetzten Teilen entstehen. Das ist völlig normal und beeinträchtigt die Haltbarkeit und den Wert des Möbelstücks in keiner Weise.

Massivholz – Wer hat den Namen verdient?

Ein Möbelstück darf sich auch dann massiv nennen, wenn zur Verbesserung der Stabilität und aus Materialgründen Leimholzplatten als Basismaterial genutzt werden. Ferner ist es erlaubt, Rückwände, Schubkastenböden und -zargen aus Holzwerkstoffen zu fertigen. Allerdings müssen dann alle anderen Teile aus massivem Holz sein.
Oft werden Möbel als teilmassiv angeboten. Darunter versteht man in der Regel Möbel, die aus einer massiven Front und einem furnierten oder folierten Korpus bestehen.

Auf die richtige Temperatur kommt es an.

Auch auf schwankenden Raumtemperaturen und Luftfeuchtigkeit reagiert Holz. Spannungen sowie ein Verziehen sind deshalb nicht immer auszuschließen. Achten Sie deshalb auf optimales Raumklima. Die Raumtemperatur sollte bei 19° bis 23° C, die Luftfeuchtigkeit bei 45 – 55 Prozent im Jahresdurchschnitt liegen. Im Übrigen tut das nicht nur den Möbeln, sondern auch der menschlichen Gesundheit gut.

Charakteristisch für den naturgewachsenen Werkstoff sind außerdem Farb- u. Strukturunterschiede, unterschiedliche Lamellenbreiten, Verwachsungen, Unregelmäßigkeiten, Äste, Harzgallen, Haar- und Kreuzrisse und Spannungen, die je nach Holzart und Wuchsgebiet unterschiedlich sind.

Reinigung geölter- oder gewachster Flächen

Geölte oder gewachste Oberflächen sind meist am natürlichsten, aber auch am empfindlichsten. Sind Massivholzmöbel mit einer Lackschicht versehen, sind sie wie furnierte Möbel zu reinigen (siehe oben). Ist das Holz jedoch naturbelassener, das bedeutet, ist es nur mit einer Wachs- oder Ölschicht behandelt, sollte man nur mit einem trockenen Baumwolltuch reinigen. In Ausnahmefällen kann man dies auch mit einem nebelfeuchten Tuch tun. Eine Verträglichkeitsprüfung sollte jedoch an einer nicht sichtbaren Stelle durchgeführt werden.

Zur nachhaltigen Pflege ist es empfehlenswert, naturbelassene Möbel von Zeit zu Zeit nachzuölen bzw. nachzuwachsen.

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